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Blog 5G

Deshalb gibt es schnellen Mobilfunk nicht ohne Glasfaserkabel im Boden

5G – auf das besonders schnelle mobile Internet warten Konsumenten, Unternehmen, Industrie, Behörden und öffentliche Einrichtung in Deutschland sehnsüchtig. Denn der schnelle Transfer großer Datenmengen per Mobilfunk verspricht ganz neue Anwendungen: Autos und Züge tauschen laufend Verkehrs- und Standortdaten aus, um Unfälle zu verhindern sowie Staus und Wetterdaten zu melden; Maschinen werden ans Internet angeschlossen, um sie von außen ansteuern zu können; nach einem Unfall schicken die Rettungssanitäter die ersten Untersuchungsdaten via Stream ans Krankenhaus, damit sich die Ärzte im OP-Saal schon auf den Eingriff vorbereiten können; kleine Unternehmensstandorte können per 5G an das schnelle Internet angeschlossen werden; Straßenkreuzungen erfassen den Verkehr live und melden die Daten per 5G an die nächste Empfangsstation.

Doch das alles geht nur, wenn die Dachantennen, die das schnelle 5G-Netz ermöglichen, im Boden an ein schnelles Breitband-Glasfasernetz angeschlossen sind. Und da rächt sich, dass der Bund seit Jahren die Modernisierung der sogenannten „letzten Meile“ vernachlässigt. Nur 2,6 Prozent der Endkunden verfügen über einen Hausanschluss per Glasfaser. Kupferanschlüsse als Nadelöhr des Internets sind immer noch Standard in Deutschland. Und deshalb ist die Initiative der Troiline, die Unternehmen und Privathaushalte direkt an das schnelle Glasfasernetz anzuschließen, auch für den Mobilfunk so wichtig.

Diese Schnittstellen zum Festnetz sind enorm wichtig für die Leistungsfähigkeit des 5G-Netzes. Denn das richtet sich künftig individuell nach dem Datenvolumen und den Wünschen der Nutzer. Künftig wird es drei verschiedene 5G-Anwendungsbereiche geben. Für die Verbraucher am wichtigsten ist das ultra-schnelle mobile 5G-Breitband für die „normale“ Anwendung. Es ist so wichtig, weil das Datenvolumen privater Anwender seit Jahren enorm steigt, jährlich um rund 50 %. Und das wird sich durch das Aufkommen hochauflösender Videos und Übertragungstechniken noch beschleunigen, etwa durch VR-Brillen, die auf den Punkt genau hohe Datenraten und große Kapazitäten benötigen. Handwerker können beispielsweise bei einer Reparatur über eine VR-Brille Rat einholen und Schadensbilder übertragen. Auch medizinische Anwendungen wie Telemedizin oder Notfallhilfen sind per 5G bald keine Zukunftsmusik mehr. Ebenso Streamingdienste wie Liveübertragungen von Sportereignissen und TV-Programmen auf mobile Geräte.

Für die Industrie besonders von Bedeutung sind die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) und das Internet der Dinge, also die Vernetzung von Maschinen und Geräten aller Art. Das reicht von der Anbindung häuslicher Geräte wie Kühlschrank, Heizung und Haustechnik ans Internet, um sie von außen mobil steuern zu können, bis hin zur Steuerung und Vernetzung ganzer Produktionsanlagen. Zwar sind in diesem Fall die Datenmengen nicht so groß, aber die Zahl der integrierten Geräte. Das Netz muss also in der Lage sein, die große Zahl von Maschinen und Geräten zu integrieren. Verbraucher kennen das Problem, wenn sie vergeblich versuchen, sich in einem Fußballstadion oder bei einem großen Open-Air wie Rhein in Flammen ins Netz einloggen oder gar telefonieren wollen. Das ist oft vergebene Liebesmüh. Nicht so bei 5G.

Schließlich wird es ein Hoch-Zuverlässigkeitsnetz mit besonders kurzen Antwortzeiten geben. Darauf setzt ganz besonders die Autoindustrie. Das vernetzte Fahren ist darauf angewiesen, dass Daten praktisch in Echtzeit und damit ohne Verzögerungen übertragen werden. Während im 3G-Netz die Antwortzeit bei rund 100 Millisekunden liegt, sinken sie durch 5G auf eine Millisekunde. Außerdem ist dieses Netz hoch zuverlässig.

Allen Nutzungen gemein ist, dass die Datenvolumina weiter steigen, aber die Übertragungszeiten sinken. Das geht nur, wenn die Daten zwischen zwei mobilen Übertragungsstandorten per Glasfaser übermittelt werden.Und genau das ermöglicht erst der Ausbau des Glasfasernetzes durch die Troiline in Troisdorf. Wer hätte das gedacht?